#momsrock! Eine Blogparade.

Hallo meine Lieben,

gestern Abend bin ich von einer Bloggerkollegin auf die Blogparade Lucie Marshall #momsrock , die von Tanya Neufeldt ins Leben gerufen wurde, aufmerksam gemacht worden! Und zwar um einfach mal uns Mütter, Väter oder andere Eltern selbst zu loben. Denn das geht im Alltag doch leider viel zu schnell unter. Oder, seien wir mal ehrlich, man Lobt sich eigentlich so gut wie gar nicht! So geht es zumindest mir!

Momsrock

Als ich mir das gestern durch gelesen habe, musste ich erst einmal in meinem Hirn rattern, was könnte ich an mir loben. An meinem Mann oder an meiner Oma, da fällt mir eigentlich sofort einiges ein. Aber nein, ich möchte ganz egoistisch heute mal mich loben können, denn ja ich habe mich noch nie wirklich gelobt. Denn als ich so nach dachte vielen mir wieder tausend Dinge ein, die ich NICHT an mir Loben kann. Wäre das ein Aufruf zur Blogparade um das Kritisieren an einem selbst zu dokumentieren, könnte ich hier eine endlos lange Liste hin ballern! Aber genau darum geht es ja nun eben mal nicht ihr Lieben 🙂

Also fangen wir mal an, worauf ich jetzt im Nachhinein eigentlich doch ziemlich stolz bin und wofür ich mich mal Loben kann; als meine Tochter am 19.09.2012 auf die Welt kam lag meine Mama schon im Sterben. Die Zeit vor der Geburt und kurz danach waren für mich sehr nerven zerrend. Alles lief damals auch nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Genießen konnte man die ersten Kennenlernwochen mit dem Baby, die man ja eigentlich in vollen Zügen genießen sollte, nicht! Denn für uns hieß es gleich einige 100 km fahren um meine Mama im Hospiz zu besuchen. Das Enkelkind wollte man ja auf jeden Fall noch zeigen…

Man ist mit getrübter Stimmung hin gefahren und mit noch getrübterer Stimmung wieder zurück. Als meine Mama dann ca. 7 Wochen nach der Geburt meiner Tochter gestorben ist, ging es um die Organisation der Beerdigung. Nach der Beerdigung um die Wohnungsauflösung. Die mich enorme Kraft und leider auch etwas Geld gekostet hat. Während der Wohnungsauflösung kamen noch diverse Ämtergänge dazu um die Erbausschlagung für mich und die komplette Familie zu erledigen. Nach der Erbausschlagung kamen Briefe von Gläubigern die natürlich trotz der Ausschlagung ihr Glück versuchten. Dies wiederum kostete wieder Energie. Man musste alle Urkunden die man über den Tot und die Abschlagung erhalten hatte verschicken. Und von solchen netten Briefen kamen im ersten Jahr noch so einige. So schleppte sich bald das komplette erste Lebensjahr meiner Tochter mit solch einem Käse hin… Durch all das verpasste ich meinen Rückbildungskurs und konnte mich auch nicht aufraffen andere Kurse zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen. Und in komplett diesem erste Jahr habe ich mit meinem Mann alles alleine gemeistert. Wir haben niemanden gehabt der unsere Tochter an solchen Tagen hätte abnehmen können. Das komplette erste Jahr waren wir 24h rund um die Uhr für unsere Tochter da. Klar wäre es mal schön gewesen, sie auch mal abgeben zu können. Gerade bei solchen schweren Gängen, wie die Entrümpelungsfirma aufsuchen. Wo man sein Kind einfach nicht zeigen möchte, wie man in Tränen ausbricht und welch schwere Entscheidungen noch auf uns zu kommen sollten. Aber ich denke ich habe trotzdem alles richtig gemacht. Habe meine Tochter trotz schwindender Kräfte und Depressionen damals nie vernachlässigt. Habe ihr die Liebe gegeben, die sie verdient und gebraucht hat! Hoffe ich doch stark 🙂 Denn genau in diesem Jahr hat man sich genau diese Fragen gestellt. Bekommt meine Tochter noch die Aufmerksamkeit die sie braucht? Bekommt sie dieses ganze Chaos mit? Was passiert wenn sie Mama weinen sieht? Aber ich kann heute sagen; DU hast das gut so gemacht wie es war!

Es war ein hartes Jahr, aber ich bereue (fast) nichts!

Ja dafür möchte ich mich UND meinen Mann heute loben! Denn bisher habe ich das immer als Selbstverständlichkeit angesehen, denn es ist schließlich MEIN Kind und für mein Kind muss ich immer da sein. Aber selbst als Mama ist man doch noch gleichzeitig noch Mensch. Ein Mensch mit Gefühlen und Kräften die auch mal am Ende sein können. Gerade in solchen Momenten ist eine hilfreiche Hand Gold wert. Aber ich habe es auch ohne diese geschafft! Und dafür lobe ich mich nun einfach mal! Und möchte trotzdem noch ein Lob an meinen Mann aussprechen, der mir immer eine große Hilfe war und mich immer wieder aufgebaut hat. Ein Lob an meine Oma ohne die ich vieles auch nicht geschafft hätte, gerade was die Kosten angeht, die da entstanden sind.  Und an meine Tochter, die trotzdem immer ein Lächeln im Gesichtchen hatte.

Stinkt Eigenlob nun? Ich denke nicht 🙂 Denn in diesem Moment, wo ich dies hier geschrieben habe, schrieb ich es mit einem leichten lächeln im Gesicht! Es tat gut es von der Seele zu schreiben und es tat gut mal mich selbst damit zu Loben.

Und nun, möchtet auch ihr euch oder eine andere Mama Loben?! Dann macht doch einfach bei dieser tollen Aktion mit!

Eure Grinsekatze,

Nicole

 

3 thoughts on “#momsrock! Eine Blogparade.

  1. Hallo 🙂

    Tolle und ehrliche Worte 🙂
    Auch wenn es sehr traurig ist mit deiner Mama und das die Geburt deiner Tochter fast gleichzeitig war ist jetzt wohl doch die Zeit das positive darin zu sehen. Ihr könnt gemeinsam auch schwierige Situationen meistern und dafür kannst du euch auch loben 🙂

    Liebe Grüse,
    Bianca/Marisaya

    • Grinsekatze

      Vielen lieben Dank 🙂 Da hast du recht! In dieser Zeit hat man gesehn ob es der richtige Lebenspartner ist 😉

      Liebe Grüße Nicole

  2. Natascha

    Das mit deiner mam tut mir leid, kenne das Gefühl habe auch mein Papa früh verloren er hat es leider nicht mitbekommen das er Opa geworden ist. Ich bewundere dich du bist eine starke Frau und da darf man auch mal vor Eigenlob Strahlen 🙂 das tut gut fürs Ego. Habe auch so viel durch und bin stolz drauf alles gut gemeistert zu haben. Den das schafft nicht jeder. Weiter so meine liebe. 🙂 ganz lieben Gruß Tascha

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