Leben – Höhen und Tiefen, Freud und Leid, lachen und weinen

Ja, dass Leben besteht leider doch nicht nur aus Höhen. Aus lachen und Freude. Sondern es hält uns auch Tiefen mit Leid und Tränen bereit.

Momentan habe ich selbst wieder solch eine Phase. Es gibt Tage, an denen bin ich überglücklich. Wir haben Freunde zu besuch, feiern und lachen. Ein Tag später holen mich wieder Sorgen und Ängste ein. Ob es an er Jahreszeit liegt? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall trägt der nahende und nun auch schon 4. Todestag meiner Mama viel bei. Oft liege ich abends im Bett und weine. Weine weil ich meine Kinder unendlich liebe und ich froh bin das es ihnen gut geht! Weine weil ich hoffe dass ihnen nie etwas zu stoßen wird. Weine aus Angst ihnen könnte etwas passieren. Weine weil meine Mama sie nie aufwachsen sehen wird.

Ich versuche in den letzten Tagen die letzten Momente meiner Mama wieder hoch zu holen. Das letzte aufeinander treffen mit ihrem Enkelkind Hanna. Und von diesen Treffen gab es leider wirklich nicht mehr viele. Genau genommen waren es zwei. Zwei! Unglaublich wenige. Zwei… Und genau deshalb möchte ich diese nicht vergessen und versuche sie immer wieder in meinen Gedanken abzuspielen. Dies schmerzt! Doch habe ich Angst, wenn ich diese Momente nicht immer wieder in Erinnerung rufe, sie zu vergessen. Meine Mama, ihre Worte und ihre Geste zu vergessen. Wie sie Hanna in ihren Armen gehalten hat. Ihre Worte in unseren letzten Gesprächen. Angst mich nie mehr an Sie und ihre letzten Worte erinnern zu können und dieser Erinnerung für immer zu verlieren. Und man vergisst leider doch schnell. Nach nun schon bald 4 Jahren ohne sie verblassen manche Erinnerungen und Worte schon etwas. Konnte ich mich die erste Zeit nach ihrem Tod gut an unser letztes Telefonat erinnern. Habe noch genau ihren Klang ihrer Stimme im Ohr und konnte ich genau ihre Worte wiedergeben. Verblast dies nun allmählich. Das macht mir Angst! Ich möchte nicht vergessen! Ich möchte dieses Stück der Zeit für immer behalten!

Auch schmerzt es mich,sie bei so vielen schönen Ereignissen einfach nicht mehr dabei gehabt zu haben. Meine Hochzeit. Die Geburt meiner 2. Tochter. Was hätte Sie zur 2. Schwangerschaft gesagt? Wie hätte Sie Lea gefunden? Wäre Sie stolz auf sie? Dann die Taufe meiner zwei Mädchen. Und so viele Ereignisse die vielleicht noch kommen werden. Ohne Sie.

Wir hatten die letzten Jahre vor ihrem Tod nicht immer das Beste Verhältnis zu einander! Im Gegenteil. Ich distanzierte mich oft, vor allem im letzten Jahr und zum Ende meiner Schwangerschaft hin. Ihre vorwurfsvolle und sehr fordernde Art tat mir nicht mehr gut und ich wollte mich und das Baby schützen und mir nicht mehr Sorgen und Ängste auflegen lassen, als ich sowieso schon hatte. Hätte ich gewusst, dass dies unsere letzte gemeinsame Zeit gewesen wäre, oder wäre es mir in dem Moment einfach mal Bewusster geworden, hätte ich vielleicht vieles anders gemacht!

Lange habe ich überlegt ob ich überhaupt darüber bloggen soll. Diese Gefühlszustände Preis zu geben. Doch denke ich besteht ein Leben, mein Leben, eben nicht nur aus Sonnenschein. Noch dazu ziehe ich mich in solchen Phasen gerne zurück. Zurück von der virtuellen und der echten, vor meiner Haustür statt findenden , Welt. Dabei kann ich nicht mal sagen, dass es momentan nicht gut läuft bei mir. Im Gegenteil. Ich habe Arbeit. Zwei gesunde Kinder. Bin eigentlich glücklich und kann nicht klagen. Doch solche Gedankengänge tragen viel dem Wohlbefinden bei und trüben somit mein eigentlich glückliches Leben gerade sehr. Doch weiß ich auch, dass es wieder Bergauf gehen wird! Es kostet Zeit, Mut und Überwindung.

Eure Grinsekatze,

Nicole

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