*Blogparade* Was oder wo wäre ich nur ohne meine Hebamme

Hallo meine Lieben,

auf Alina´s Liebling, ich Blogge-Jetzt! Blog wurde zur Blogparade aufgerufen. Aufgerufen über die eigene Geburt zu berichten. Und über die Hebamme. Denn wer braucht die schon?!

Wie die meisten hoffentlich schon mit bekommen haben, wird unseren freiberuflichen Hebammen immer mehr die Arbeit erschwert!

Hierzu möchte ich nun auch sehr gern meinen Senf dazugeben 🙂 Denn ich möchte nicht ohne (M)EINE Hebamme sein!

Einen Geburtbericht habe ich vor einiger Zeit ja schon einmal kurz wieder geben. HIER könnt ihr diesen auch gerne noch einmal nach lesen 🙂

Als ich 2012 schwanger war, die Schwangerschaft leider nicht immer problemlos verlief und ich zu allem Überfluss auch noch gegen Ende der Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes mitgenommen habe, wurde mir die Entscheidung wo ich entbinden möchte urplötzlich aus der Hand genommen! Meine ausgewählte Hebammenpraxis damals, in der ich meinen Vorbereitungskurs besuchte und manchmal auch Akupunkturen setzen ließ, war einfach Super! Super freundliche und sehr einfühlsame Hebammen. Hebammen die in einer anderen Klinik, etwas 15 km von unserem damaligen Wohnort, in einem danebengelegenen Geburtshaus Geburten begleiten durften. Dies kostete natürlich extra, denn die Krankenkassen bezahlen diese Art der Entbindung mit Beleghebammen nicht. Uns war das damals egal, wir wollten den Vorteil EINE vertraute Hebamme die ganze Geburt über dabei zu haben nutzen (Sie wäre bei Anruf das es los geht mich abholen gekommen und bis zum Ende bei mir geblieben). Mit den extra Kosten hatten wir uns auch schon angefreundet. Nach der Diagnose Gestationsdiabetes hatte ich gar keine Wahl mehr und ich musste die Klinik wählen, die eine Neo mit dabei hat. Und in genau dieser Klinik hatte meine Hebammenpraxis leider keinen Belegvertrag. Als der errechnete Entbindungstermin immer näher kam und die Ärzte entschieden hatten, am Tag des errechneten Entbindungstermin´s einzuleiten, musste ich genau am Geburtstermin in die Klinik. Dort lernte man die erste am Tag zuständigen Hebamme kennen. Die erste Einleitung wurde mit einem „Cocktail“ eingeweiht. Erfolgsquote gleich null! Der Tag verstrich, die Hebammen wechselten. Am nächsten Tag lerne man die nächsten kennen. Weiter ging die Einleitung mit einer klitzekleinen Tablette und von der auch nur ein kleines Stückchen. Die allerdings schon einige Stunden nach der ersten Gabe Wirkung zeigte und die Fruchtblase platze. Da ich ja schon in der Klinik war, wackelte ich also zum Kreissaal rüber. Wurde erst mal im CTG-Raum ans CTG angeschlossen und mir selbst mit den immer mal wieder kommenden Wehen überlassen. Die Wehen wurden mit der Zeit immer Stärker und die Hebamme ließ sich nur selten mal blicken. Nach dem die Wehen dann doch immer regelmäßiger wurden, meinte sie mich dann doch mal in den Kreißsaal zu verlegen. Dort angekommen, wurde ich kurz untersucht und dann wieder mir selbst und meinem Partner überlassen. Die Schmerzen wurden immer heftiger, ich immer hilfloser und ängstlicher, meinen Schatz habe ich immer wieder angepfiffen, er solle endlich mal die Hebamme holen, die aber immer wieder irgendetwas anderes zu tun hatte (klar ich war an dem Tag ja nicht die einzige Frau die ein Kind zur Welt bringen wollte) und eigentlich kaum da war. Als die Geburt näher rückte war sie (Gott sei Dank) dann doch mal anwesend. Hat mir, obwohl ich mehrfach sagte ich möchte es nicht, Akupunkturnadeln gegen die Schmerzen gesetzt. Die mich dann noch mehr in der Bewegung eingeschränkt haben, wie ich eh schon von den Schmerzen war. Das war schon mal Punkt 1 der mich selbst heute noch stink wütend macht! Punkt 2, bei der Geburt wurde ich von ihr gefragt, ob ich nicht mal unten fassen möchte, man spürt schon das Köpfchen. Auch hier verneinte ich und prompt wurde trotzdem meine Hand genommen…. Mit meinem Mann habe ich darüber natürlich später auch noch darüber geredet. Er meinte, sie wäre eigentlich so ganz nett gewesen. Ok, mag sein, aber ich bin der Meinung die Wünsche und das wollen oder NICHT wollen der Gebärenden MUSS respektiert werden.

Und dann kam das, was man sich eigentlich kaum wünscht. Gegen Ende der Geburt stand der Dienstwechsel an. Total bekloppt! Da bist du fast durch und lernst in den letzten Minuten wieder eine andere Hebamme kennen. Obwohl in dem Moment wars mir dann doch relativ Schnuppe, ich wollte nur noch die Geburt hinter mich bringen. Aber da liegst schon recht blöd auf der Liege wenn auf einmal wegen Dienstwechsel mehre Köpfe vor deinen gespreizten Beinen rum wuseln… Na ja!

Ich hoffe bei der nächsten Geburt kann ich die Möglichkeit einer Beleghebamme die mich schon in der Schwangerschaft kennenlernt und bei der ich meine Vorbereitungen absolvieren konnte, mitnehmen. Die einfach meine Bedürfnisse und Wünsche kennt und respektiert. Die mich nicht in den Schmerzphasen alleine stehn lässt, sondern mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Die mich mit Worten aufbaut und anspornt. Denn seien wir mal ehrlich, ich war zwar froh meinen Mann dabei zu haben, würde ich auch immer wieder wollen. Aber er ist in diesem Moment doch genau so hilflos wie man selbst. Da er mich auch absolut nicht anfassen durfte, konnte er mir auch nicht helfen. Nein ich hatte nichts, ICH wollte einfach NICHT von ihm berührt werden 😉

Denn in der Klinik kam ich mir wirklich sehr im Stich gelassen vor! Die erste Geburt. Man weiß nicht was auf einen zu kommt und was passiert. Und wenn man dann noch das Gefühl hat, die Hebamme ist genervt weil sie „schon wieder“ kommen soll…. Mhh ja!

IMG_1536

Und nun aber zu meinem eigentlichen HAUPTGRUND warum ich NICHT ohne meine Hebamme sein will!

In der Klinik war ich voller Euphorie, wollte mit meinem Baby endlich nach Hause. Zu Hause angekommen klappte alles nicht so wie es sollte, das Anlegen funktionierte nicht, ich fühlte mich trotz meinem Baby und Partner einsam. Auf einmal war alles anders. Ich war nun für dieses Baby da, vermisste aber meine Arbeit in der Praxis. Ich verfiel denn bekannten Wochenbettdepressionen. Täglich flossen die Tränen in Strömen. Ohne meine betreuende Hebamme die täglich bei mir vorbei kam hätte ich es nicht geschafft! Sie sah mir ohne ein Worte zu sagen an, wie es mir ging. Hat mir Ratschläge gegeben. Baute mich mit Erfahrungen auf. Und machte mir Mut! Jeden Tag aufs Neue! Man fühlte sich gut aufgehoben, wusste es schaut jemand nach einem. Konnte sie mit Fragen bombardieren die einem auf der Seele brannten. Und bekam Antwort. Dafür bin ich ihr unendlich DANKBAR! Denn was hätte ich ohne Sie nur getan…

Foto

Das war nun mein Beitrag zur Rettung unserer Hebammen!

Möchtest auch du deinen Teil dazu beitragen, dann mach doch mit 🙂 Auf dem Blog von Alina Erfahrt ihr alles darüber.

 

 

 

 

One thought on “*Blogparade* Was oder wo wäre ich nur ohne meine Hebamme

  1. Wow!
    Deine Schilderung Aids dem Kreissaal kommt mir so unendlich bekannt vor. Ich habe sich so , für mich, schlechte Erfahrungen gemacht mit dem Stationshebammen. Und Watt daher um so glücklicher, als ich in der zweiten ss von einer freien Hebamme von Anfang bis Ende betreut wurde. Aber genauer kam man es im meinem Beitrag der Blogparade lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>